Bei Sermermiut wurden verschiedene Formen von Wohnhäusern gefunden. Eine besonderer Typus ist das Gemeinschaftshaus, das in der Zeit von 1600 bis 1850 genutzt wurde. Wie der Name schon sagt, handelte es sich um ein Haus, in dem mehrere Familien zusammenlebten. Jede Familie im Haus hatte ihren eigenen Wohnabschnitt, mit eigener Küche und Öllampe, einer Wanne für den Urin und einer Pritsche, auf dem alle Familienmitglieder dicht an dicht schliefen. Diese Wohnabschnitte waren oft seitlich mit großen Robbenfellen abgetrennt.
Es gab mehrere praktische Vorteile auf diese Weise zusammenzuleben. In schwierigen Zeiten war es einfacher das Essen zu teilen – egal, ob es aus dem Tagesfang oder aus den Sommerdepots kam. Das Heizen des Hauses war eine alltägliche Aufgabe – aber falls einer Familie der Speck für die Lampe ausging, wurde das Haus von den Öllampen der anderen Familien gewärmt und man musste nicht erfrieren.
Wie alle anderen Häuser war das Gemeinschaftshaus nur ein Winterhaus. Im Frühjahr wurde das Dach abgenommen, sodass im Sommer Regen, Sonne und Wind das Innere des Hauses säubern konnten. Im Herbst kehrte man dann wieder zurück – und nachdem ein neues Dach gebaut worden war, konnte das Haus wieder genutzt werden.
Gehen wir nun weiter den Holzsteg hinunter. Dort kommen wir näher zum Strand. Bei der nächsten Station sprechen wir über eine Steinzeitkultur, die sich vor etwa 4.000 Jahren erstmals hier im Tal niedergelassen hat.
Bitte bleiben Sie auf dem Holzsteg. Die Gegend hier ist voller zerbrechlicher Ruinen, die schwer zu sehen sind. Wenn man auf diese tritt, können Sie leicht zerstören werden.