4 - Die Tierwelt

Die Tierwelt im Sermermiut-Tal variiert sehr stark im Laufe des Jahres. Wir haben einige Tierarten, die ihr ganzes Leben hier verbringen, andere hingegen besuchen uns nur im Sommer.

Hase und Fuchs sind die einzigen Landsäugetiere. Wenn Sie Glück haben, können Sie den Schneehasen in den Bergen sehen. Der Fuchs kommt auch gelegentlich vorbei, aber normalerweise muss man früh aufstehen, um ihm zu begegnen, bevor er sich tagsüber in seinen Bau zurückzieht. Größere Landsäugetiere wie Rentiere und Moschusochsen findet man hier nicht, sondern auf der Südseite des Eisfjords

Hier im Tal gibt es viele Vögel: Raben, Schneeeulen und das Alpenschneehuhn sind die einzigen Arten, die hier überwintern, aber bedingt durch den Klimawandel sehen wir mit zunehmender Erwärmung auch mehr Kleinvögel, die sich hier den Winter über aufhalten.

Im Mai-Monat besuchen viele Kanadagänse das Tal um zu grasen und dann in der Nähe in den umliegenden Bergseen zu brüten, bevor der Sommer beginnt.

In den kleineren Tümpeln in und um Ilulissat können Sie mit Glück dem kleinen Odinshühnchen begegnen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Vogelarten ist es bei den Odinshühnchen das Weibchen, das ein farbenfrohes Gefieder trägt und die Balz übernimmt. Nach dem Legen der Eier ist das Männchen für das Brüten und die Aufzucht der Jungen verantwortlich.

Seeadler, Schneeeulen, Wanderfalken und Gerfalke sind Greifvögel, die in Grönland weit verbreitet und manchmal auch hier zu sehen sind.

In Kürze kommen wir zum Meeresufer. Hier haben Sie auch die Möglichkeit einige der Meeressäugtiere zu sehen, aber Sie müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Die Ringelrobbe lebt das ganze Jahr über im Eisfjord und die Sattelrobbe kommt im Sommer nach Grönland, nachdem sie an der Küste von Neufundland ihren Nachwuchs aufgezogen hat. Wenn Sie also eine Robbe sehen, die ihren Kopf herausstreckt, könnte es sich um eine dieser beiden Arten handeln. Mit etwas Glück sehen sie auch Wale. Im Sommer jagen Gruppen von Buckelwalen hier nach Krill. Der Buckelwal ist leicht an den langen Brustflossen zu erkennen –  üblicherweise kommt er 4 bis 5 Mal an die Oberfläche, um Luft zu holen bevor er mit einer grazilen Schwanzflossenbewegung im Wasser verschwindet.

UNESCO - Audio Guide auf Deutsch (39 min.)
  1. 1 - Begrüßung
  2. 2 - Die Geologie
  3. 3 - Die Pflanzenwelt
  4. 4 - Die Tierwelt
  5. 5 - Die ehemalige Siedlung
  6. 6 - Das Gemeinschaftshaus
  7. 7 - Die Steinzeit
  8. 8 - Die Kællinge-Schlucht
  9. 9 - Das Eis
  10. 10 - Dorset Zeltring
  11. 11 - Die Gräber
  12. 12 - Holms Bakke
  13. 13 - Über unsere Arbeit